Liberty Convoy 2010

16. bis 18. April 2010

Historische Hintergründe

Gäste und Teilnehmer

[RÜCKBLICK] ... Liberty Convoy 2010

ERINNERN   -  MAHNEN   -  VERSÖHNEN

An drei Tagen wurde mit einem Fahrzeugkonvoi von ca. 40 original getreuen U.S.- Militärfahrzeugen und Besatzungen in authentischen Uniformen und Ausrüstungen an die Ereignisse im April und Mai 1945 gedacht, die das Kriegsende für Plauen, das Vogtland und Westböhmen bedeuteten.

Partner

Partner des Liberty Convoys

Der Liberty Convoys ist nur durch die bereitwillige Unterstützung vieler Partner überhaupt in dieser Form möglich geworden. Die Initiatoren bedanken sich u. a. bei:

- all den Städten und Gemeinden des Vogtlandkreises sowie Carlsfeld (Erzgebirgskreis), die aktiv und     engagiert mitwirken

- den Veteranen der 87th Infantry Division, die den Convoy mit Ihrem persönlichen Erscheinen ehren
- Historiker Ulrich Koch
- Heintje Peter für die filmische Dokumentationsarbeit
- den freiwilligen privaten Helfern, die den Convoy begleiten werden

- der Allianzvertretung Martina Ballhause, Plauen
- Sternquell Brauerei Plauen
- Druck Papier Grimm GmbH
- Fremdenverkehrsverein Rosenbach / Vogtland e.V.

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- Botschaft der U.S.A., Berlin

- Generalkonsulat der U.S.A. in Leipzig

europaemblem

Der europäische Fond für regionale Entwicklung:
Investition in Ihre Zukunft

Gefördert mit EFRE-Mitteln aus dem Ziel-3-Programm der Europäischen Union

Gäste und Teilnehmer

Klub treti armady Plzen

old car rangers Praha

sowie weitere Teilnehmer aus
Deutschland, Großbritannien, Belgien und den USA

Ms. Katherine Brucker
Generalkonsulin der U.S.A. in Leipzig,


Vertretern der U.S. Army

den Kriegsveteranen
der 87th Infantry Division

Herrn Ulrich Koch
Historiker Berlin

Bereits am 15. April 2010 besuchte

Philip D. Murphy
Botschafter der U.S.A. in Deutschland

auf Einladung der Organisatoren besuchte Philip D. Murphy die Stadt Plauen und traf im Malzhaus mit den eigens angereisten Veteranen der 87th Infantry Division und mit den Organisatoren des Liberty Convoy zusammen.... [mehr]

Philip Murphy
Katherine Brucker

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Historische Hintergründe

Im Zweiten Weltkrieg, der mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann und im weiteren Verlauf auf weitere Länder ausgedehnt wurde, befand sich in Plauen ein wichtiges Rüstungszentrum des Dritten Reiches. Dies sowie die verkehrstechnische Bedeutung der Stadt führten dazu, dass Plauen in den Jahren 1944/45 insgesamt 14 mal von amerikanischen und britischen Flugzeugen bombardiert wurde. 2385 Menschen fanden dabei den Tod. In Plauen wurden 76 % der Wohn- und sonstigen Gebäude leicht und mittelschwer beschädigt oder total zerstört.

Der Zweite Weltkrieg endete für Plauen mit dem Einmarsch der 87th Infantry Division, VIII Corps, Third U.S. Army, am 16. April 1945.

Diese Division wurde Ende Mai 1945 durch die 30th Infantry Division abgelöst, die Anfang Juli 1945 Plauen und das Vogtland an die Rote Armee übergab. (Ulrich Koch - Historiker, Berlin)

In jahrelangen, aufwendigen Recherchen brachte Rolf Ballhause, Leiter der Geschichtswerkstatt Plauen, viele Details und Hintergründe ans Tageslicht.
Unzählige Dokumente, Zeitzeugenberichte, Film- und Fotomaterial wurden analysiert und aufbereitet -entstanden ist eine spannende und für die nachfolgenden Generationen völlig neu zu betrachtende Geschichte zur Entwicklung in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945.

- in Carlsfeld zu Ehren von Sgt. Tom Stafford

- an Standorten der ehemaligen Aussenlager des KZ-Flossenbürg in Mehltheuer und Syrau

- am Neustadtplatz in Plauen zur Erinnerung an die Befreiung der Stadt

Diesem Ereignis von historischer Tragweite, durch das unnötiges Blutvergießen auf beiden Seiten kurz vor Ende des Krieges verhindert werden konnte, soll anlässlich des liberty convoy gedacht werden. Gleichzeitig wurden  Gedenktafeln in Plauen und dem Landkreis enthüllt:

Weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass durch die couragierte Initiative von U.S.- Sergeant Tom Stafford, der praktisch im Alleingang Verhandlungen mit dem befehlenden deutschen General aufnahm, die vorzeitige Kapitulation eines Großteils der im Vogtland und Westböhmen eingeschlossenen deutschen Wehrmacht, HJ und SS-Verbände (mehr als  40.000 Soldaten, Offiziere, Generäle) erreicht wurde! 

Der Liberty Convoy ist bislang einzigartig für die Region. Überwältigend ist die Begeisterung für das Projekt: zahlreiche weitere Teilnehmer aus ganz Deutschland, den U.S.A., Belgien und Großbritannien nahmen teil.
 

Besonders erfreut das Engagement der U.S.-amerikanischen Seite, das sich nicht nur in der angekündigten Präsenz von offiziellen Vertretern aus Botschaft und Generalkonsulat zeigt. [Link]

17.04.2010: Liberty Convoy in Reichenbach

17.04.2010: Liberty Convoy in Jocketa

18.04.2010: Liberty Convoy in Carlsfeld

18.04.2010: Liberty Convoy in Klingenthal

Fotos: ad astra

Presse

Dear Tom Stafford, Tom Burgess, Gene Garrison, Jesse Bowman and Eldon Gracy!

We´d like to express our warmest thanks for coming to Vogtland and leading the Liberty Convoy! We are deeply honored that you all made the trip overseas. It is surely hard to express how exciting and emotional and what a great pleasure it was to be able to spend such an amazing time with you! And we are so very grateful for your friendship.
Also many thanks to Norma, Juanita, Kathleen, Rosemary, Geoffrey, Brian, Herman and Theodore! We wish you all the best, and may we all meet again some day. God bless you!

Petra, Renate, Christian, Jürgen, Andreas (The painter), Frank and Heiko
and our friends Andreas (Sgt. Bull), Rolf, Simon (Gen. Stonewall), Michael (The Singer / Songwriter) and Uli (Historian)

16.04.2010:
Enthüllung einer Gedenktafel in Mehltheuer

LC in Plauen

16:04.2010:
Enthüllung einer Gedenktafel in Plauen, Neustadtplatz

Foto: Tom Stafford

the boys

Wir danken den Veteranen der 87th ID für ihr Kommen zum Liberty Convoy:
Jessie Bowman, Eldon Gracy, Tom Stafford, Tom Burgess und Gene Garrison (v.l.n.r.)

Der Liberty Convoy hat alle Erwartungen der Organisatoren übertroffen. An drei Tagen zeigten sich die Menschen in Plauen sowie an der Strecke und den Stationen des Konvoi äusserst interessiert. Insbesondere die mitgereisten Veteranen der U.S.-Army wurden herzlich empfangen und fast wie Popstars begrüsst. Dabei kam es immer wieder zu sehr berührenden Momenten der Begegnung zwischen den Menschen, die den 2. Weltkrieg erlebten und den amerikanischen Gästen.